Wirtschaft, Digitalisierung & Innovation


Unsere Vision für Hattingen

Hattingen ist eine Stadt, die durch Digitalisierung immer effizienter, nachhaltiger und bürgernäher wird. DerAlltag ist einfach geworden: Langes Warten auf Termine im Bürgerbüro oder auf die Genehmigung von Bauanträgen gehört der Vergangenheit an. Ein Großteil der Behördengänge kann inzwischen ganz bequem von zuhause oder unterwegs über Laptop und Smartphone erledigt werden – schnell, sicher und rund um die Uhr. Neues aus Kultur, Stadtleben und Verwaltung erfahren die Bürgerinnen und Bürger immer aktuell und barrierefrei durch die Hattingen-App.

Smarte Verkehrs- und Parkleitsysteme sorgen für flüssigen Verkehr in der Innenstadt und entlasten Wohnviertel. Ob Parken, Busverbindungen oder Events: Alles ist vernetzt und einfach nutzbar. Die Digitalisierung spart auf diese Weise Ressourcen und unterstützt somit den Klimaschutz.

Gleichzeitig ist Hattingen zu einem innovativen Wirtschaftsstandort gereift. Die Stadt hat den Wandel von der alten Industriestadt hin zu einem Zentrum für Dienstleistung, Handwerk und Tourismus erfolgreich gestaltet. Start-ups und Gründer*innen finden in der städtischen Wirtschaftsförderung nicht nur Beratung, sondern echte Rückenstärkung. Neue Ideen wachsen hier zu erfolgreichen Unternehmen, getragen von Kreativität und Kooperation.

Auch der Tourismus, als eine Säule der Hattinger Wirtschaft, hat neuen Aufschwung erfahren: Vielfältige Kulturveranstaltungen und Feste locken Besucherinnen in die Alt stadt und die Elfringhauser Schweiz und stärken Gastronomie, Einzelhandel und das Gemeinschaftsgefühl in der ganzen Stadt. So profitieren nicht nur die Betriebe, sondern alle Hattingerinnen von einer lebendigen, zukunftsfesten Stadtentwicklung.

Hattingen ist innovativ – dank einer vielfältigen Wirtschaft und digitaler Prozesse.


Unsere Schritte auf dem Weg dorthin

Wir sorgen für eine digitale Stadt

Wir wollen ein Hattingen, das seine digitalen Potenziale voll ausschöpft: eine Stadt, die online erreichbar ist, bürokratische Abläufe effizient gestaltet und Behördengänge digital möglich macht. Auch außerhalb der Verwaltungsgebäude wollen wir digitale Technologien nutzen, um nachhaltiger, bürgerfreundlicher und smarter zu werden; z. B. bei der Lenkung von Verkehrsströmen oder um die Routen der Müllabfuhr effizienter zu gestalten. Wichtig sind uns dabei die Einhaltung des Datenschutzes, soziale Gerechtigkeit und Nutzerfreundlichkeit, damit alle Bürgerinnen und Bürger von der Digitalisierung profitieren.

Unsere Ziele:

– Entwicklung einer stadtweiten Digitalisierungsstrategie mit klaren Zeitplänen und Zuständigkeiten
– Vollständige Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, sodass Behördengänge nicht nur online beantragt, sondern auch online bearbeitet werden können
– Ausbau von Online-Services des Bürgerbüros und die Verbesserung ihrer Nutzbarkeit
– Nutzerfreundliche digitale Formulare, die nicht mehr ausgedruckt werden müssen
– Interne Schulungen zur digitalen Kompetenz für Verwaltungsmitarbeitende
– Einrichtung eines digitalen Kita-Portals mit zentraler Anmeldestelle für Kita-Plätze
– Entwicklung einer Hattingen-App, die Informationen und Services für Bürger*innen, Pendelnde und Tourist*innen bündelt
– Ersatz des veralteten Mängelmelders durch eine moderne Lösung, wie sie in Bochum und Witten bereits erfolgreich eingesetzt wird; mit direkter Rückmeldung an die meldenden Personen und Transparenz für Bürger*innen und Verwaltung
– Pilotprojekte mit intelligenten Ampelschaltungen zur Optimierung von Verkehrsflüssen
– Einführung smarter Parkleitsysteme, um den Parksuchverkehr zu reduzieren und Wohnviertel zu entlasten
– Digitalisierte, bedarfsorientierte Abfallwirtschaft (z.B. durch Füllstandsmessung an Containern)
– Konsequenter Datenschutz bei digitalen Maßnahmen und keine anlasslose Videoüberwachung im öffentlichen Raum
– Versorgung aller Schulen und Gewerbegebiete mit Glasfaseranschlüssen, darüber hinaus stabiles WLAN in allen städtischen Gebäuden


Wir sorgen für eine zukunftsfähige Wirtschaft

Nach der Schließung der Henrichshütte stand Hattingen vor dem Strukturwandel – und hat ihn bis heute gut gemeistert. In Hattingen finden sich Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des Dienstleistungsgewerbes, des Handels, des Gesundheitswesens und der Landwirtschaft. Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus prägen unsere schöne Altstadt.

Doch wir leben in Zeiten des Wandels: Der Internethandel ist nicht mehr wegzudenken und sorgt für Leerstände in der Innenstadt. Große Gewerbeflächen und Bürogebäude sind nicht mehr so gefragt wie noch vor einigen Jahren. Bislang liegt Hattingen bei den Gewerbesteuereinnahmen im Ennepe-Ruhr-Kreis auf einem der hinteren Plätze. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Gewerbetreibende wenig Unterstützung von der Wirtschaftsförderung erhalten. Bürokratische Hürden und lange Bearbeitungszeiten der Behörden erschweren die Arbeit der Unternehmen. Dies führt nicht nur zu Unzufriedenheit bei bereits ansässigen Unternehmen, sondern macht Hattingen auch für Neuansiedlungen unattraktiv.

Hinzu kommt, dass in der Vergangenheit bei der Ansiedlung vor allem auf größere Unternehmen gesetzt wurde. Dabei wurden die Potenziale kleinerer Unternehmen, die in der Summe dennoch für hohe Beschäftigungszahlen sorgen können, verkannt. In einem guten Wirtschaftskonzept müssen auch die Chancen von Existenzgründungen berücksichtigt werden, die zwar klein anfangen, aber ein hohes Wachstumspotenzial haben. Die Förderung von Start-ups ist dabei mindestens so wichtig wie die Bereitstellung von modernen Büroflächen, Shared Offices und Glasfaseranschlüssen.

Gleichzeitig muss auch bei der Wirtschaftsförderung auf ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit geachtet werden. Langfristig niedrige Energiepreise durch die lokale Erzeugung von Ökostrom sollen Planungssicherheit geben. Wir wollen, dass sich moderne Unternehmen in Hattingen ansiedeln und entwickeln können, um Arbeitsplätze zu schaffen. Eine Erhöhung der Gewerbesteuer lehnen wir ab.

Die Landwirtschaft ist in Hattingen ein starkes Standbein für die regionale Versorgung und Erholung. Wir wollen landwirtschaftliche Betriebe bei Bauvorhaben unterstützen, insbesondere bei Photovoltaik- oder Biogasanlagen, und wir wollen Bio-Hofgemeinschaften und solidarische Landwirtschaft fördern.

Unsere Ziele:

– Digitale Behördengänge für Unternehmen mit zügigen Bearbeitungszeiten, insbesondere im Bauamt; dazu gehört auch die Digitalisierung von Antrags- und Genehmigungsverfahren
– Fokus auf die Unterstützung von Gründerinnen und Gründern oder Start-Ups, etwa durch die Einbindung und Einrichtung von Beratungsstellen und Netzwerken
– Entwicklung eines Wirtschaftsförderungskonzepts, bei dem neben der Innenstadt auch vorhandene und bereits erschlossene Flächen in den Außenbezirken aktiv einbezogen werden
– Bei der Bewirtschaftung von Flächen darauf achten, dass bereits vorhandene Flächen genutzt werden, anstatt neue zu erschließen
– Infrastrukturkonzepte stärken und an den Bedarfen von Hattinger Unternehmen orientieren


Wir sorgen für nachhaltigen Tourismus

Der Tourismus ist ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft in Hattingen, das mit seiner schönen Altstadt ein Besuchermagnet ist. Ein attraktives Stadtbild, beliebte Feste, eine vielseitige Gastronomie und eine gut funktionierende Verkehrsinfrastruktur sind die Schlüssel dazu. Schon mit einfachen Maßnahmen wie ausreichender Sauberkeit und der Beseitigung von Schmierereien an unseren Wahrzeichen wie den Stadttoren kann viel erreicht werden. Großveranstaltungen brauchen eine gute Infrastruktur, wie einen zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr oder ausreichend Parkplätze, um auch von außerhalb gut erreichbar zu sein und die Innenstadt nicht zu verstopfen.

Ob Blankensteiner Butterbrotmarkt oder Rock am Bunker – vielfältige Veranstaltungen sind ein fester Bestandteil der Hattinger Kultur und müssen gestärkt werden. Die enormen Abfallmengen, die Feste mit sich bringen, müssen jedoch reduziert, Einwegverpackungen minimiert und durch Mehrwegangebote ergänzt werden. So wird nicht nur die Stadt sauberer, es werden auch weniger Ressourcen verbraucht und die Umwelt geschont.

In die Hand des Stadtmarketings gehören dann auch die Wochenmärkte, die nicht nur der kontinuierlichen regionalen Versorgung dienen, sondern auch touristisch attraktiv sein können. Darüber hinaus sollen neue Angebote, wie beispielsweise ein Blumen- und Spargelmarkt, ein Future Festival oder ein Mittelaltermarkt, entwickelt werden.

Neben der Innenstadt haben auch die anderen Stadtteile viel zu bieten: So ist die Elfringhauser Schweiz als Naherholungsgebiet ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Auch der Leinpfad oder die Industriekultur locken vor allem Radfahrende in die Stadt. Davon profitieren unsere Hotels, Geschäfte und nicht zuletzt unsere Gastronomie.

Um die touristischen Aktivitäten besser bündeln zu können, muss unser Stadtmarketing grundlegend neu ausgerichtet werden. Dies bedeutet zum einen eine strukturelle Veränderung weg von der bisherigen Vereinsstruktur und zum anderen eine engere Verzahnung mit der Wirtschaftsförderung.

Unsere Ziele:

– Leerstand in der Innenstadt reduzieren und über Maßnahmen wie Pop-Up-Stores und Förderung von Gründer*innen Einzelhandel in der Stadt attraktiv gestalten
– Eine saubere Stadt, insbesondere an den Zugängen zur Innenstadt
– Attraktive und innovative Veranstaltungsformate, bei denen die Interessen der Hattinger*innen jeden Alters adressiert werden
– Stärkere Unterstützung von Veranstaltungen, die von privater Seite initiiert werden
– Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer
– Mehr Stellplätze für Fahrräder und einen Shuttleservice von einem außerhalb liegenden Parkplatz in die Innenstadt für unsere Volksfeste (Altstadtfest, Weihnachtsmarkt etc.)
– Stärkere organisatorische Verbindung von Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung
– Stärkung der Denkmalpflege, um das historische Stadtbild, wo möglich, zu erhalten