Sportstättenentwicklungsplan

Grüne/FWI warnt: Wahlgeschenke an die Fußball-Vereine sprengen den städtischen Haushalt 2009

Grüne/FWI warnt die anderen Ratsfraktionen, den Begehrlichkeiten einer
zahlreichen Wählerschaft aus den Fußballvereinen aus Wahltaktik vorschnell
nachzugeben. Bei der Vorstellung des Sportstättenentwicklungsplans im
zuständigen Fachausschuss waren Kunstrasenplätze zentrales Thema. Trotz der
Finanzprobleme der Stadt melden gerade die mitgliederstarken Vereine TuS
Hattingen und SG Welper ihren Anspruch auf Kunstrasen an. Angesichts der
bescheidenen Mittel, die von der Kommune aufgebracht werden könnten, ist der
Neid zwischen den Vereinen vorprogrammiert.
Grüne/FWI gibt zu bedenken, dass der Fußball nur auf Platz 7 der Hitliste der
Sport treibenden Hattinger rangiert. Zunächst sind, nach Auffassung der
Fraktion, mit Priorität die Sportarten der Plätze 1 bis 6 (u.a. Schwimmen und
Gymnastik) in ihrem Bedarf zu berücksichtigen, auch wenn deren Lobby nicht so
lautstark ist.
Der demographische Wandel spricht eine eindeutige Sprache: die Menschen werden älter, der Rückgang der über 19jährigen ist deutlich und konstant (Sport.-Plan S. 9). Die Zahl der unter 19jährigen wird ebenfalls kontinuierlich sinken, auch
wenn der Anteil junger Fußballer daran relativ hoch ist. Sport- und
gesundheitsbewusste Menschen werden sich zu anderen Bewegungsarten
hinorientieren. Die Zukunft liegt also eher beim Familienfreundlichen
Sportplatz, wofür sich z.B. die Sportanlage mit Rasenplatz am Schulzentrum
Holthausen eignet. Wichtiger als ein Kunstrasen wäre dort für den Schulbetrieb
die Renovierung der angegliederten Sportanlagen, wie Sprunggrube oder
Laufbahnen. Einsparungen muss auch der Sport in Hattingen hinnehmen: möglichst schnell sollte der 15.000 € Pacht teuere Platz in Bredenscheid aufgegeben werden.
Grüne/FWI: Sport ist als ein Faktor der Lebensqualität wichtig. Da aber die
Stadt Hattingen erneut am Rande eines Haushaltssicherungskonzeptes balanciert,
liegt der Schwerpunkt investiver Maßnahmen eindeutig bei Schulen und
Kindergärten.

Stefan Kietz-Borgwardt
GRÜNE/FWI

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