Sportstättenentwicklungsplan 13. Februar 20096. August 2015 Grüne/FWI warnt: Wahlgeschenke an die Fußball-Vereine sprengen den städtischen Haushalt 2009 Grüne/FWI warnt die anderen Ratsfraktionen, den Begehrlichkeiten einer zahlreichen Wählerschaft aus den Fußballvereinen aus Wahltaktik vorschnell nachzugeben. Bei der Vorstellung des Sportstättenentwicklungsplans im zuständigen Fachausschuss waren Kunstrasenplätze zentrales Thema. Trotz der Finanzprobleme der Stadt melden gerade die mitgliederstarken Vereine TuS Hattingen und SG Welper ihren Anspruch auf Kunstrasen an. Angesichts der bescheidenen Mittel, die von der Kommune aufgebracht werden könnten, ist der Neid zwischen den Vereinen vorprogrammiert. Grüne/FWI gibt zu bedenken, dass der Fußball nur auf Platz 7 der Hitliste der Sport treibenden Hattinger rangiert. Zunächst sind, nach Auffassung der Fraktion, mit Priorität die Sportarten der Plätze 1 bis 6 (u.a. Schwimmen und Gymnastik) in ihrem Bedarf zu berücksichtigen, auch wenn deren Lobby nicht so lautstark ist. Der demographische Wandel spricht eine eindeutige Sprache: die Menschen werden älter, der Rückgang der über 19jährigen ist deutlich und konstant (Sport.-Plan S. 9). Die Zahl der unter 19jährigen wird ebenfalls kontinuierlich sinken, auch wenn der Anteil junger Fußballer daran relativ hoch ist. Sport- und gesundheitsbewusste Menschen werden sich zu anderen Bewegungsarten hinorientieren. Die Zukunft liegt also eher beim Familienfreundlichen Sportplatz, wofür sich z.B. die Sportanlage mit Rasenplatz am Schulzentrum Holthausen eignet. Wichtiger als ein Kunstrasen wäre dort für den Schulbetrieb die Renovierung der angegliederten Sportanlagen, wie Sprunggrube oder Laufbahnen. Einsparungen muss auch der Sport in Hattingen hinnehmen: möglichst schnell sollte der 15.000 € Pacht teuere Platz in Bredenscheid aufgegeben werden. Grüne/FWI: Sport ist als ein Faktor der Lebensqualität wichtig. Da aber die Stadt Hattingen erneut am Rande eines Haushaltssicherungskonzeptes balanciert, liegt der Schwerpunkt investiver Maßnahmen eindeutig bei Schulen und Kindergärten. Stefan Kietz-Borgwardt GRÜNE/FWI