Sport, Kultur & Beteiligung


Unsere Vision für Hattingen

Sport und Kultur sind mehr als nette Hobbies. Sie bringen Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Sie erweitern den Horizont und sie halten fit, körperlich und geistig. Sie schaffen Zusammenhalt und sie machen glücklich. Sportliches und kreatives Engagement machen unsere Stadt bunt und lebendig.

Daher fördert Hattingen ein breites Angebot an Sport und Kultur. Die Stadt kann sich nicht allein um alle Bereiche kümmern, sie ist auch angewiesen auf die Arbeit von Vereinen, Initiativen und vielen Ehrenamtlichen, die sich mit Herzblut einbringen. Sie alle finden in Hattingen Unterstützung und beste Bedingungen, um ihre Ideen umzusetzen und sich einzubringen.

Auch unsere Demokratie lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger sich einbringen können und dass ihnen Raum gegeben wird zum Verstehen und zum Mitgestalten. Nur wer versteht, worum es geht und wie Entscheidungsprozesse ablaufen, kann Einfluss nehmen. Stadtrat und Verwaltung gehen hier mit gutem Beispiel voran, indem sie klare Strukturen für regelmäßige Bürgerbeteiligung schaffen. Schriftliche Dokumente werden so verfasst, dass sie für jede und jeden verständlich sind.


Unsere Schritte auf dem Weg dorthin

Wir sorgen für attraktive Sport- und Bewegungsangebote

Sport und Bewegung ist ein Grundbedürfnis. Menschen nutzen viele Orte und Möglichkeiten, um diesem Bedürfnis nachzukommen. Bewegung fördert Gesundheit, Ehrgeiz und Wohlbefinden und trägt darüber hinaus auf vielfältige Weise zur Kommunikation in unterschiedlichsten Gemeinschaften bei. Gruppen, die sich bewegen und Sport treiben, setzen sich auseinander, organisieren sich und prägen damit gesellschaftliche Entwicklungen.

Ob bezahlt oder ehrenamtlich: Die Arbeit von Pädagoginnen und Trainerinnen in KiTas, Schulen und Vereinen im Bereich der Erwachsenen- und Seniorenbildung ist eine große Vorleistung der engagierten Menschen für die Stadt und ihre Bürger*innen. Aufgabe von Politik und Verwaltung ist es, durch ausreichende und zeitgemäße Sportstätten, gute Rahmenbedingungen für Bewegung zu schaffen.

Hattingen verfügt über rund 30 Sporthallen und -räume, neun Sportplätze, davon sechs mit Kunstrasen, und eigentlich ausreichend Schwimmbäder und Lehrschwimmbecken. Viele der Sportstätten sind jedoch stark sanierungsbedürftig. Die Ausstattung ist veraltet, sodass sie den heutigen Anforderungen nur noch bedingt entsprechen. Die Schwimmzeiten für die Öffentlichkeit sind sehr begrenzt.

Unsere Ziele:

– Instandhaltung sowie (energetische) Sanierung unserer Sportstätten inkl. eines Sanierungsfahrplans unter Beteiligung der Stadtgesellschaft
– Neubau des Schwimmbads in Holthausen
– Sanierung der Lehrschwimmbecken und Öffnung für sämtliche Bevölkerungsgruppen
– Ausweitung der Bäderöffnungszeiten
– Anschaffung nachhaltiger und langlebiger Sportgeräte
– Transparentmachen des Sportangebots und Förderung der Kommunikation der Nutzer*innen (Vereine etc.) von Sportstätten; die Sport- und Bewegungsangebote sollen in einem digitalen Belegungsplan aufgeführt werden
– Einrichtung eines „Tag des Sports”, bei dem sich Sportgruppen und -vereine der Öffentlichkeit präsentieren
– Wertschätzende Unterstützung der Arbeit der Hattinger Vereine, kreativer und neuer Sport- und Bewegungsmöglichkeiten sowie von Initiativen aus der Bevölkerung


Wir sorgen für kulturelle Bildung in Hattingen

Unsere Stadtbibliothek hat einen großen Mehrwert für die Stadtgesellschaft. Sie stärkt durch ihr niedrigschwelliges Angebot bei allen Hattingerinnen die Selbstkompetenz und das freie und spielerische Erleben von Lernen. Sie gibt wichtige soziale Impulse, z.B. durch die Saatgutbibliothek, die Papa-Zeit oder als „Dritter Ort“, an dem man sich ohne Konsumzwang aufhalten und treffen kann. Sie fördert die Lese- und Sprachkom petenz, z.B. durch Veranstaltungen mit und für KiTas, durch den Sommerleseclub, das Lesecafé oder die Vorlesepatinnen. Daher ist uns eine verlässliche Standortsicherung bei gleichzeitiger Verbesserung der Aufenthaltsqualität (z. B. in Bezug auf Wärmeentwicklung oder Lichtkonzepte) ein Anliegen.

Unser Stadtmuseum bietet allen Interessierten ein breit gefächertes Angebot und leistet darüber hinaus wichtige Bildungsarbeit. Dies tut es nicht zuletzt durch seine Kooperationen mit Schulen oder Kindergärten, das schulpädagogische Programm, Workshops oder Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche. Die Angebote des Stadtmuseums sind so vielfältig wie die Menschen, die sie nutzen. Und das soll auch so bleiben. Es ist eingebettet in ein attraktives Umfeld mit historischem Stadtkern, Gethmannschem Garten und der Burg Blankenstein. Diese Potenziale nutzt das Stadtmuseum für seine Arbeit mit der Stadtgesellschaft. Dabei werden die Hattinger*innen zum Mitmachen ermutigt, z.B. in Geschichtswerkstätten, biologischen Dokumentationen und kreativen Projekten („Citizen Science“).

Im Bereich der kulturellen Bildung spielt auch die Musikschule eine wichtige Rolle. Besonders hervorzuheben sind die Bereiche der frühkindlichen Förderung in Kindergärten, JeKits in Grundschulen, Angebote für Jugendliche und inklusive Angebote (z.B. bei der Lebenshilfe). Das Musizieren bringt Menschen mit heterogenen Biografien, unterschiedlichen sozialen Hintergründen oder finanzieller Ausstattung zusammen. Das Angebot der Musikschule schafft Zugang zur eigenen Kreativität und kann auf vielfältige Weise ausgelebt werden, z.B. durch das Erlernen verschiedenen Instrumente, Tanzen oder Singen.

Im Bereich der Erwachsenenbildung und des lebenslangen Lernens bietet vor allem die VHS ein vielfältiges Angebot. Sie bietet u. a. auch Integrations- und Berufssprachkurse, Deutschkurse, Alphabetisierungskurse und Schulabschlüsse an.

Problematisch ist, dass die VHS in den letzten Jahren eine Vielzahl von Umzügen bewältigen musste. Die derzeitige Unterbringung am Standort Holthausen entspricht nicht den Anforderungen an eine moderne Bildungseinrichtung. Es fehlt an Barrierefreiheit, einer angemessenen ÖPNV-Anbindung sowie an Aufenthaltsqualität und der notwendigen Verankerung im Stadtteil.

Unsere Ziele:

– Eine Stadtbibliothek mit weiterhin nutzungsfreundlichen Öffnungszeiten, gut qualifiziertem und ausreichendem Personal, einem vielseitigen Programm und einem aktuellen Medienbestand sowie digitalen Ausleihoptionen
– Sicherung des Stadtmuseums unter Beibehaltung des Personalstocks sowie des freien Eintritts für Wechsel- und Dauerausstellungen; die Arbeit des Hauses soll durch „Pay what you want”-Möglichkeiten von den Gästen wertgeschätzt werden können
– Zügige Nutzbarmachung des Alten Rathauses für die Öffentlichkeit
– Erhalt der Standorte Lessingstraße und Blankenstein der Musikschule und gewährleisten, dass weiterhin Räume der Schulen in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen; Weiterentwicklung und Ausbau digitaler Angebote
– Die Etablierung eines zentralen VHS-Hauptstandorts; der sanierte Standort Lessingstraße soll als Dependance beibehalten werden
– Eine verstärkte Kooperation der Institutionen; dabei sollen auch unter Beteiligung der Bürgerschaft gemeinsame Querschnittsthemen erarbeitet werden


Wir sorgen für kulturelle Vielfalt

In Hattingen gibt es viele Akteure, die das kulturelle und soziale Leben bereichern und die jeweiligen Stadtteile beleben (u.a. ArteMedis, Butterbrotmarkt, Live am Stein, Kinoclub im Stadtmuseum, Die kleine Affäre, Spinnerei, Freizeitwerk, Ideenschmiede, Altstadtführungen u.v.m.). Diese Akteure sollen auch weiterhin von der Verwaltung unterstützt werden.

Das Altstadtfest ist eine feste Größe in der Hattinger Kulturlandschaft. Es hat seine Wurzeln als Fest der selbstgemachten Kultur aus der Stadtgesellschaft. Hinzugekommen sind in den letzten Jahren kommerzielle Angebote für ein möglichst breites Publikum. Beides zusammen bietet den Hattinger*innen wie auch Menschen aus der Region ein schönes langes Wochenende. Das Nebeneinander von „hausgemachter“ und „importierter“ Kultur gilt es zu bewahren. Es ist eine besondere Stärke des Altstadtfestes.

Unsere Ziele:

– Öffentlichen Raum bespielbar machen und so mehr Kultur und Kunst auf die Straße, auf Plätze und in die Stadtteile bringen
– Zugang zu Räumlichkeiten, die Initiierung von Kooperationen sowie die Förderstrukturen für Kulturschaffende vereinfachen; die Stadtverwaltung soll sich als Dienstleisterin für die ehrenamlichen Kulturträger*innen verstehen
– Kontinuität des Altstadtfestes beibehalten und gleichzeitig ein vielseitiges Programm für alle Altersgruppen schaffen, insbesondere für Jugendliche am Bunker; die Beteiligung von Hattinger Gruppen, Akteur*innen und Künstler*innen ist dabei ein Muss
– Neuauflage von „Hattingen Live“ in Kneipen, Cafés und Ateliers initiieren
– Einführung eines Kulturtags, an dem sich die Weiterbildungs- und Kultureinrichtungen präsentieren, kostenlose Angebote vorhalten und Kunst und Kultur so sichtbar machen


Wir sorgen für mehr Möglichkeiten zur Beteiligung

In Hattingen gibt es bereits einige gute Initiativen zur politischen Bildung, Demokratieförderung und Bürgerbeteiligung, wie z.B. das Förderprogramm „Partnerschaft für Demokratie (PfD-Hattingen)“. Hierüber wird u. a. die Koordinierungs- und Fachstelle im Zentrum für bürgerschaftliches Engagement im Holschentor ermöglicht. Für Begegnung und Bildung ist das Holschentor von besonderer Bedeutung, da es die Infrastruktur für informelle Begegnung, politische Bildung und bürgerschaftliches Engagement bildet.

Darüber hinaus fehlen jedoch Standards, wie Bürgerbeteiligung systematisch gefördert werden kann. Dadurch fehlt es auch an Instrumenten, um die Sichtweisen und Interessen der Bürger*innen an Politik und Verwaltung zurückzuspiegeln.

Unsere Ziele:

– Erarbeitung einer „Leitlinie zur Förderung der Bürger*innenbeteiligung“ nach Sprockhöveler Vorbild
– Bereitstellung des notwendigen Eigenanteils der Kommune für die Partnerschaft für Demokratie (PfD) in Hattingen
– Erhaltung des Gemeindeamts Welper für die Öffentlichkeit
– Angebot verschiedener Formate der Beteiligung, um der Vielfalt unserer Stadtgesellschaft gerecht zu werden
– Unterstützung von Schulen zur Entwicklung demokratiefördernder Angebote, sodass für Schüler*innen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um ihre Schulen demokratisch mitzugestalten


Wir sorgen für transparente und verständliche Ratsarbeit

Transparente Strukturen sind Eckpfeiler der Demokratie und Voraussetzung für die politische Meinungsbildung und Mitwirkung. Nur wer von einem Vorgang weiß und ihn auch versteht, kann sich aktiv einbringen und mitgestalten.

Für Bürger*innen ist die „Verwaltungssprache“ häufig nicht ausreichend verständlich, um zu begreifen, welche Auswirkungen und Konsequenzen Beschlüsse im Detail haben. Des Weiteren ist es ihnen nicht möglich, die Hintergründe und Argumentationen, auf denen die getroffenen Entscheidungen basieren, zu erfassen, wenn sie nicht persönlich vor Ort gewesen sind. Es ist uns ein Anliegen, dieses Missverhältnis zu beheben, um allen Bürgerinnen und Bürgern die Teilhabe an der politischen Meinungsbildung zu ermöglichen und ihnen die Möglichkeit zur Mitwirkung zu bieten.

Unsere Ziele:

– Formulierung der Sitzungsvorlagen in bürger*innennaher Sprache
– Übertragung von Fachausschüssen ins Internet (ggf. auch nur mit Ton) unter Beachtung einer angemessenen Kosten-Nutzen-Rechnung je nach inhaltlicher Relevanz und zu erwartender Zuschauerzahlen
– Einführung einer Transparenzsatzung, wie sie von Transparency International Deutschland e.V. vorgeschlagen wird