Soziales Hattingen Unsere Vision für Hattingen Hattingen ist eine Stadt, in der alle dazugehören, unabhängig von Herkunft, Einkommen, Alter oder Lebenslage. Eine Stadt, in der niemand durchs Raster fällt und niemand ausgeschlossen wird. Wohnen ist ein Menschenrecht und in Hattingen bleibt das Zuhause bezahlbar. Familien, Alleinerziehende, junge Menschen und Senior*innen finden Wohnraum, der zu ihrem Leben passt: sicher, barrierefrei und in lebendigen Nachbarschaften. Neue Pflegeeinrichtungen entstehen gezielt dort, wo sie bislang fehlen. So ist es möglich, auch im hohen Alter oder bei Pflegebedürftigkeit in der gewohnten Umgebung zu bleiben, mitten im Leben. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen begegnen sich in Hattingen mit Respekt und Offenheit. Wer neu in unsere Stadt kommt, wird willkommen geheißen, bekommt Orientierung und echte Teilhabe ohne Angst vor Ausgrenzung oder Diskriminierung. Neue Nachbarn werden zu alten Bekannten. Vielfalt ist ein Reichtum, den wir bewusst leben und schützen. Und weil niemand allein sein sollte, schaffen wir Räume, in denen echte Begegnung möglich ist: offene Treffpunkte und Stadtteilzentren. Orte, an denen man miteinander ins Gespräch kommt, spielt und lacht, ohne Eintrittspreis oder Vorbehalte. Wir machen in Hattingen die Gemeinschaft zum Stadtgefühl. Unsere Schritte auf dem Weg dorthin Wir sorgen für Unterstützung für Minderheiten Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit hat viele Gesichter. Sie richtet sich beispielsweise gegen bestimmte Kulturen, Religionen, gegen Frauen, Arme, queere Menschen oder Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. Auch in Hattingen erleben Angehörige von Minderheiten Ausgrenzung und Diskriminierung. Insbesondere Menschen mit internationaler Familiengeschichte machen solche Erfahrungen in einer Zeit, in der sich Regierungen mehr mit Abschiebungen als mit Integration beschäftigen. Hattingen kann stolz sein auf eine lange Tradition von erfolgreicher Integration. Dennoch ist es immer noch nicht selbstverständlich, dass Zugewanderte auch die Möglichkeit bekommen, in unserer Gesellschaft dauerhaft anzukommen und teilzuhaben. Unsere Ziele: – Minderheiten schützen und uns für die Ahndung von Diskriminierung und Straftaten stark machen– Rassismusfreies Hattingen und ein öffentliches Bewusstsein dafür; dies drückt sich auch darin aus, dass unsere Schulen dem Bündnis „Schulen ohne Rassimus – Schule mit Courage” beitreten.– Aktivitäten der Stadt an der „Hattinger Erklärung für Vielfalt und Demokratie” und an der „Charta für Vielfalt” ausrichten– Entwicklung von Schutzkonzepten zugunsten von Risikogruppen; besonders gefährdete Personen müssen gestärkt und zu einem konstruktiven Umgang mit Diskriminierungserlebnissen befähigt werden (Empowerment)– Sammelunterkünfte für Geflüchtete, die nicht zu groß sind und die an Orten entstehen, die an die Stadt angebunden sind und nur eine Übergangslösung für die Bewohner*innen darstellen– Gute Integration für Geflüchtete; u.a. ausreichend Deutschkurse für alle Altersgruppen ohne lange Wartezeiten– Unterstützung der Arbeit des Integrationsrates Wir sorgen für mehr bezahlbares Wohnen Die Mieten sind in den letzten Jahren stark gestiegen, oft ohne dass sich die Qualität der Wohnungen verbessert hätte. Dies führt dazu, dass insbesondere Menschen mit geringer finanzieller Leistungsfähigkeit einen immer größeren Teil ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten aufwenden müssen. Dies trifft insbesondere Senior*innen, Alleinerziehende und Familien. Letztere stehen zudem vor der zusätzlichen Herausforderung, überhaupt ausreichend großen Wohnraum zu finden. Die Problematik zeigt sich bereits bei Dreizimmerwohnungen. Wohnungen mit vier und mehr Zimmern sind noch schwieriger zu finden. Gleichzeitig sind gerade Wohnungen in den unteren Preisklassen häufig in einem schlechten baulichen Zustand und oft nicht ausreichend wärmegedämmt. Die Folge sind hohe Heiz- und Nebenkosten. Sanierungsmaßnahmen können hier nicht nur den Nebenkostenanstieg bremsen, sondern sind auch gut für den Umwelt- und Klimaschutz. Unsere Ziele: – Bedarfsgerechter Neubau von Wohnungen in allen Größen und Lagen, sodass ein ausreichend großes Angebot langfristig dafür sorgt, dass die Mieten bezahlbar sind– Begleitung der Bauprojekte Pottacker und Westliche Südstadt „O&K-Gelände” in Hinblick auf bezahlbares, ressourcenschonendes, klimaneutrales Wohnen– Beibehaltung von 25% sozialem Wohnungsbau bei Neubauprojekten– Verlängerung der Zweckbindung im sozialen Wohnungsbau über 25 Jahre hinaus (zum Beispiel über städtische Erbbaurechte)– Beratungsangebote der Stadt zur Modernisierung von Wohnraum, damit vorhandene Fördermittel und günstige Kreditmittel voll eingesetzt werden können– Einführung einer Zweckentfremdungssatzung, die Leerstände verringert und die Nutzung von Wohnraum als Wohnraum (und nicht z.B. als AirBnB-Apartment) sicherstellt Wir sorgen für mehr Räume der Begegnung Einsamkeit ist ein wachsendes Problem in unserer Gesellschaft. Betroffen sind Menschen aller Altersgruppen. Virtuelle Räume sind dabei kein Ersatz für echte Begegnungen und führen häufig dazu, dass es keinen Austausch zwischen Personen mit unterschiedlichen Meinungen gibt. Mit Orten wie dem Holschentor, dem Bürgertreff in Welper oder der Kresse 2.0, aber auch Veranstaltungen wie den Spieletreffs in der Südstadt und der Spinnerei im Krämersdorf haben sich in den letzten Jahren bereits viele gute Orte und Initiativen entwickelt. Diese Entwicklung wollen wir weiter fördern und vorantreiben. Unsere Ziele: – Einsamkeit bekämpfen, indem wir kostenfreie Angebote fördern und ausbauen, die von Menschen aller Altersgruppen ohne Vorbedingungen und ohne Konsumzwang genutzt werden können