Grüne setzen Förderprogramm für ehrenamtlichen Tierschutz in Hattingen durch

Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Hattingen hat einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zugestimmt, ein kommunales Förderprogramm für den ehrenamtlichen Tierschutz einzurichten. Im den Jahren 2026 und 2027 sollen jährlich 5.000 Euro bereitgestellt werden, um das Engagement von Hattinger Tierschützerinnen und Tierschützern zu unterstützen.

„Der ehrenamtliche Tierschutz leistet einen enorm wichtigen Beitrag für unsere Stadt. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung“, sagt Brigitte Serrano-Oberstebrink, langjähriges Fraktionsmitglied der Grünen im Hattinger Rathaus.

Mit dem Förderprogramm würdigt die Stadt erstmals gezielt die Arbeit zahlreicher Ehrenamtlicher, die sich in Hattingen für Tiere einsetzen. „Sie kümmern sich unter anderem um Fund- und Streunertiere, päppeln verletzte Wildvögel auf, schützen Rehkitze vor Mähmaschinen oder helfen Amphibien aus austrocknenden Gewässern“, erläutert Alexandra Weber, Co-Fraktionsvorsitzende der Hattinger Grünen. „Auch das Management von Stadttauben gehört zu den Aufgaben, die vielfach in der Freizeit und auf eigene Kosten übernommen werden.

Die konkreten Richtlinien für das Förderprogramm sollen in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energie (AUKE) vorgestellt und beschlossen werden. Ziel ist ein niedrigschwelliges Verfahren, das bestehende Strukturen stärkt und den lokalen Tierschutz langfristig sichert. Das Förderprogramm soll ausdrücklich keine Aufgaben des Kreisveterinäramtes oder des Tierheims Witten ersetzen, sondern das freiwillige Engagement vor Ort ergänzen und unterstützen. Eine Evaluation des Programms ist für Ende 2027 vorgesehen.

Der Antrag der Grünen erhielt im Ausschuss Unterstützung von SPD, Die Linke und Die PARTEI. Mit dem Beschluss setzt Hattingen ein deutliches Signal für mehr Tierwohl und für die Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit im Tierschutz.

gez. Alexandra Weber