Wir machen unsere Kinder zur Priorität Unsere Vision für Hattingen Hattingen ist eine Stadt, in der Kinder behütet aufwachsen, Jugendliche sich entfalten können und Familien echte Unterstützung erfahren. Schon vor der Geburt ist niemand allein: Auch wenn keine Hebamme zur Seite steht, finden werdende Mütter in der städtischen Familienhebamme eine verlässliche Begleiterin. Und wenn es im familiären Umfeld einmal schwierig wird, greift das Kinderschutzkonzept mit dem Blick auf das Wohl des Kindes. Eltern schicken ihre Kinder mit einem guten Gefühl in die KiTa oder zur Schule. Denn in Hattingen sind Betreuung und Bildung keine Glückssache: Unsere KiTas sind verlässlich geöffnet und es gibt keinen einzigen Tag Betreuungsausfall. So lassen sich Familie und Beruf wirklich miteinander vereinbaren, ohne ständiges Improvisieren. Die KiTas sind lebendige Orte des Lernens, Spielens und Wachsens, genau wie unsere Schulen, die modern ausgestattet, digital vernetzt und energetisch saniert sind. Kein Kind wird zurückgelassen, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die Stadt stellt sicher, dass jedes Schulkind die nötige Grundausstattung erhält: Buntstifte, Hefte, Ordner, was gebraucht wird ist da. Auch in der Freizeit blühen unsere Kinder auf: sichere, barrierefreie Spielplätze und Wasserspiele, modernisierte Sportanlagen, gepflegte Schwimmbäder und offene Treffpunkte laden ein zum Entdecken, Austoben und Zusammenkommen. Jugendliche finden Räume für sich, geschützt und offen für neue Ideen. Ob Musik, Sport, Engagement oder Kreativität: Hattingen ist ein Ort, an dem junge Menschen ihren Platz finden und ihre Stimme gehört wird. Denn in Hattingen machen wir unsere Kinder zur Priorität. Unsere Schritte auf dem Weg dorthin Wir sorgen für eine verlässliche Kinderbetreuung Kindertagesstätten erfüllen wichtige soziale und pädagogische Funktionen: Sie bieten Kindern die Möglichkeit, soziale Kontakte außerhalb des engeren Familienkreises zu knüpfen, mit anderen Kindern zu spielen und von anderen Kindern zu lernen. KiTas sind ein wichtiger Faktor in der frühkindlichen Bildung, z.B. in der Sprachförderung und bereiten die Kinder auf die Schule vor. Gleichzeitig dient eine verlässliche Kinderbetreuung auch dazu, dass Eltern ihren Berufen nachgehen können. Dies ist nicht nur für die persönliche Entfaltung der Eltern wichtig, sondern für die finanzielle Grundlage der Familie und ganz nebenbei auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Stadt. Leider muss in den letzten Jahren festgestellt werden, dass nicht nur während der Coronazeit, sondern auch danach eine wirklich verlässliche Kinderbetreuung nur selten gewährleistet werden konnte. Wenn die Betreuung nicht verlässlich angeboten wird, müssen Eltern immer wieder ungeplanten Urlaub nehmen und im Extremfall ihren Beruf ganz aufgeben. Notfallbetreuungen führen zudem dazu, dass vor allem jene Familien ihren Betreuungsanspruch nicht durchsetzen können, die ohnehin sozial benachteiligt sind. Wo ein familiäres Netzwerk fehlt, um die ausgefallene Betreuung aufzufangen, kommt es zu unverhältnismäßigen Belastungen junger Familien. Unsere Ziele: – Zuverlässige Betreuung in Hattinger Kindergärten und Kindertagesstätten, durch Erhöhung des Personalschlüssels in KiTas über den vorgegeben Mindestpersonalschlüssel des Kinderbildungsgesetzes hinaus– Umsetzung des bestehenden Rechtsanspruchs auf KiTa-Plätze– Ausreichend KiTa-Plätze und eine Abdeckung von Randbetreuungszeiten (vor 7 Uhr, nach 16 Uhr und an Samstagen und Feiertagen)– Förderung der Kindertagespflege (Tagesmütter und -väter) als wertvolles Ergänzungsangebot– Erhöhung der praxisintegrierten Ausbildungsplätze in Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg Hattingen– Sicherstellen, dass die Betreuungskostenbeiträge sozial gerecht differenziert und nachvollziehbar bleiben und vor allem die unteren Einkommen entlastet sind – auch wenn wir davon überzeugt sind, dass die Betreuung von Kindern grundsätzlich beitragsfrei sein sollte. Dazu wollen wir die untere Einkommensgrenze für Beitragszahlungen von 25.000€ Brutto-Jahreseinkommen auf 35.000€ anheben. Wir sorgen für eine bessere Ausstattung in den Schulen Die Schulen in Hattingen sind der Ort, an dem unsere Kinder die meiste Zeit ihres Alltags verbringen. Umso wichtiger ist es, dass unsere Schulen auch ein Ort sind, an dem sich die Schüler*innen gut aufgehoben fühlen können. Dazu braucht es neben einer personell gut ausgestatteten Lehrerschaft auch andere Berufsgruppen, die die Arbeit an den Schulen begleiten. Der Schulsozialarbeit kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Der Bedarf ist hoch. Emotionale Belastungen, Freundschafts- und Beziehungsprobleme sowie familiäre Konflikte stellen unsere Kinder und Jugendlichen zunehmend vor Herausforderungen. Darüber hinaus müssen Schulgebäude baulich saniert werden. Eine attraktive Lernumgebung, energieeffiziente Gebäude und Hitzeschutz gehen dabei Hand in Hand. Als Grüne stehen wir auch für den Ansatz der Inklusion in allen Bildungseinrichtungen der Stadt. Das gemeinsame selbstbestimmte Leben und Lernen mit und ohne Behinderung ist eine der wichtigsten Grundlagen unseres Zusammenlebens. Wir unterstützen die Realschule Grünstraße und die Gesamtschule Hattingen als Schwerpunktschulen im Bereich der Inklusion, indem dort die räumlichen und sonstigen Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes und an den Bedürfnissen der Schüler*innen orientiertes Lernen geschaffen werden. Dies setzt jedoch entsprechende verlässliche personelle und infrastrukturelle Rahmenbedingungen voraus. Das „grüne“ Schulassistenzprogramm, das seit 2018 an den Hattinger Grundschulen erfolgreich umgesetzt wird, gilt als absolutes Erfolgsmodell. Alle Schulleitungen haben weiteren Bedarf angemeldet. Wir fordern eine bedarfsorientierte Fortführung und eine Anpassung des Stellenschlüssels der sogenannten Poollösung bzw. der schulischen Assistenz. Dort, wo Inklusion nicht möglich ist, brauchen wir auch Angebote, um Kinder mit besonderem Förderbedarf hier in Hattingen beschulen zu können. Unsere Ziele: – Mehr Investitionen in Ausstattung und Schulgebäude. Schwerpunkte für die Sanierungen bilden dabei die Heggerfeldschule, die Realschule Grünstraße sowie die Gesamtschule Welper– Verlässliches, niederschwelliges und aufsuchendes Angebot der Schulsozialarbeit an allen weiterführenden Schulen Hattingens mit erhöhtem Stellenschlüssel– Differenzierungs- und Beratungsräume, in allen inklusiv arbeitenden Schulen– Barrierefreiheit in allen Bildungsinstitutionen– Konsequente Fortführung, Ausbau und Weiterentwicklung des Programms zur Schulassistenz sowie für eine ausreichende Anzahl von Integrationshelfer*innen– Unterstützung der geplanten Einrichtung einer Förderschule an der Lindstockstraße Wir sorgen für mehr Chancengleichheit im Schulalltag Das Thema soziale Gerechtigkeit liegt uns mit Blick auf unsere Kinder und Jugendlichen besonders am Herzen. Wir finden, dass es eine Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge ist, dafür zu sorgen, dass alle Kinder, unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund, ein warmes Mittagessen und eine Grundausstattung an Arbeitsmaterialien erhalten. Eine weitere Herausforderung stellt die Versorgung mit digitalen Endgeräten dar. Zwar konnte bisher allen Familien mit Bedarf ein Tablet für den Schulunterricht zur Verfügung gestellt werden. Da das Förderprogramm, über das bisher die notwendigen Mittel bereitgestellt wurden, jedoch ausläuft, müssen alternative Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden. Unsere Ziele: – Deutliche höhere Investitionen in den nächsten fünf Jahren in die Ausstattung der Schulen und Kitas– Allen Familien wird im Bedarfsfall ein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt, wenn dies für den Unterricht benötigt wird– Bereitstellung einer Erstausstattung an Arbeitsmaterialien (Stifte, Blöcke, Hefte, etc.) für alle Grundschüler*innen– Verlässliche, gesunde und ökologisch vollwertige Schulverpflegung an allen Schulen mit Übermittagsangeboten– Kleinere Klassengrößen, um Schüler*innen in Schulklassen mit einer Vielzahl besonderer Herausforderungen stärker individuell unterstützen zu können– Unterstützung von Familien, Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket abzurufen und soziale und sprachliche Barrieren zu überwinden Wir sorgen für einrichtungsübergreifenden Kinderschutz Überall dort, wo Kinder öffentliche Einrichtungen besuchen, ist es unsere Aufgabe, auf ihr Wohl zu achten. Das bedeutet auch, ein Auge darauf zu haben, ob es ihnen gut geht oder ob sie an anderer Stelle Leid erfahren. Denn die Gefahr, dass Kinder Gewalt erfahren oder körperlich und seelisch misshandelt werden – die so genannte Kindeswohlgefährdung – ist groß. Davor dürfen wir nicht die Augen verschließen. Das so genannte Wächteramt über das Kindeswohl übt das Jugendamt aus. Dieses ist auf Hinweise angewiesen. Damit dies koordiniert geschehen kann, hat das Land NRW mit dem Landeskinderschutzgesetz 2022 festgelegt, dass in jeder Stadt Koordinierungsstellen eingerichtet werden, die alle Akteure, die mit Kindern arbeiten (Schulen, Kitas, Vereine, Krankenhäuser, Kinderarztpraxen etc.) in ein Netzwerk einbinden. Hierfür wurden vom Land finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Unsere Ziele: – Koordinierungsstellen erhalten notwendige personelle Ausstattung, um ausreichende Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen zu initiieren– Stadt Hattingen schließt Kooperationsvereinbarungen zum Kinderschutz mit allen wichtigen Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten– Bereitstellung von städtischen Familienhebammen, an die sich werdende Mütter wenden können, wenn sie nicht durch eine Hebamme für die Vorsorge, im Wochenbett und darüber hinaus betreut werden len Familien wird im Bedarfsfall ein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt, wenn dies für den Unterricht benötigt wird– Bereitstellung einer Erstausstattung an Arbeitsmaterialien (Stifte, Blöcke, Hefte, etc.) für alle Grundschüler*innen– Verlässliche, gesunde und ökologisch vollwertige Schulverpflegung an allen Schulen mit Übermittagsangeboten– Kleinere Klassengrößen, um Schüler*innen in Schulklassen mit einer Vielzahl besonderer Herausforderungen stärker individuell unterstützen zu können– Unterstützung von Familien, Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket abzurufen und soziale und sprachliche Barrieren zu überwinden Wir sorgen für mehr Raum für junge Leute Der öffentliche Raum in Hattingen bietet nur wenige Möglichkeiten für Jugendliche, sich zu treffen und ihre Freizeit zu gestalten. Positive Beispiele sind der Skatepark an der Ruhr oder Jugendzentren wie das Haus der Jugend an der Bahnhofstraße. Gleichzeitig darf es nicht sein, dass bestehende Angebote, wie z.B. der Rock am Bunker beim Altstadtfest, immer mehr vernachlässigt werden. Im Gegenteil: Wir müssen den Jugendlichen die Rahmenbedingungen bieten, eigene Programme zu entwickeln und durchzuführen. Das Hattinger Altstadtfest muss mit der Zeit gehen. Neben den klassischen Bands sollten wir uns auch für moderne Musikrichtungen wie EDM, Rap oder Hip-Hop öffnen. Alternative Auftrittsmöglichkeiten wie kleine Raves würden das Potential unserer Stadt und die musikalische Vielfalt besser widerspiegeln und ein breiteres jüngeres Publikum ansprechen. Unsere Ziele: – In Absprache mit dem Jugendparlament und anderen Jugendvertreter*innen Raum für junge Menschen schaffen, wie z.B. mehr Jugendtreffs, Grillplätze an der Ruhr, einen Calisthenics-Park, einen Basketballplatz, Sportgeräte auf Außengeländen, waldgerechte Mountainbike-Strecken o.ä.– Mehr Proberäume für Bands, DJs und andere musikalische Projekte anbieten– Mehr Kunst und Kultur für junge Menschen anbieten (z.B. Urban Dance, Battles, Technoparty an der Hütte), sowie Möglichkeiten für junge Künstler*innen schaffen, um mit ihren Darbietungen ihr Publikum zu erreichen (z.B. ein Festival für Schüler*innenbands oder junge Artist*innen)– Bei allen Kulturangeboten dafür sorgen, dass die Interessen junger Menschen berücksichtig werden– Das Jugendparlament stärken, um weitere Ideen einzubringen und die Gestaltung möglicher Ideen von den Jugendlichen selbst umsetzen zu lassen– Moderne, inklusive und beschattete Spielplätze– Förderungen für die Finanzierung dieser Vorhaben nutzen