Es gibt bessere Wege gegen Glätte als Salz

Ein mit Schnee bedeckter Bürgersteig, der nicht geräumt wurde

Noch müssen wir mit einem neuen Wintereinbruch und damit auch mit Schnee und Eis rechnen. Bei Glätte Salz zu streuen ist allerdings aus vielen Gründen keine gute Idee.

Streusalz sickert ins Grundwasser und „versalzt“ es. So widersinnig es klingt: Pflanzen verdursten durch Streusalz. Sie können durch Salzlösung kein Wasser mehr aufnehmen, weil dann der Wasseraustausch zwischen Pflanze und Umgebung (Osmose) gestört ist. Die nachlassenden Niederschläge in Europa führen uns noch stärker vor Augen, wie wertvoll unsere Wasserreserven sind. Entsprechend schonend sollten wir damit umgehen.

Schuhe, Autobleche, aber auch die empfindlichen Pfoten unserer vierbeinigen Freunde leiden unter dem Salz. Aber was dann? Sicherlich möchten wir alle verhindern, dass Nachbarn und Passanten auf unserem Bürgersteig stürzen. Sand und Split wären dann die Alternative. Und selbst diese Streumittel sind aus Umweltgründen sehr sparsam einzusetzen. Für die Gewinnung von Split werden ganze Berge abgegraben und zermahlen sie. Eine Dauerlösung kann also auch das nicht sein.

Deshalb: Bitte fegen Sie das Streugut bei trockenem Wetter wieder zusammen und verwenden Sie es auf neue. Mit „Dreck“ zu streuen ist nicht das Schlimmste. Privatleute dürfen Salz ohnehin nur in Extremsituationen, wie Eisregen oder Blitzeis verwenden bzw. sehr sparsam auf besonders gefährdeten Stellen, wie Treppenstufen zu verwenden.

Wie so oft gilt: Der Vernünftige macht es nicht, dem Unvernünftigen ist es verboten.