Energiepolitik in der Krise: Warum wir jetzt umsteuern müssen 9. März 20269. März 2026 Die globalen Krisen machen deutlich, wie gefährlich unsere Abhängigkeit von fossilen Energien ist. Steigende Preise, geopolitische Risiken und die eskalierende Klimakrise zeigen: Öl und Gas sind ein teures, unsicheres und klimaschädliches Auslaufmodell. Dabei stehen längst günstigere und saubere Alternativen bereit – erneuerbare Energien. Trotzdem bremst die Bundesregierung den Ausbau von Wind, Sonne und Co. aus. Langsame Genehmigungen, bürokratische Hürden und weiterhin hohe Subventionen für fossile Energien verhindern den notwendigen Fortschritt. Der Plan zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) offenbart massive Einschnitte für die dezentrale Energiewende. Besonders betroffen wäre die Dach-Photovoltaik – also genau jener Bereich, der bislang von privaten Haushalten und Energiegenossenschaften getragen wird. Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, eigenes Kapital in klimafreundliche Stromerzeugung zu investieren, würden faktisch vom Markt verdrängt. Das Geschäftsmodell vieler kleiner Solateurunternehmen wird zerstört. (siehe auch https://www.buendnis-buergerenergie.de) Im letzten Sachstandsbericht „Treibhausgasbilanz & Reduktionsmaßnahmen“ der Stadt Hattingen wurde klar festgehalten, dass basierend auf dem Reduktionstrend 2012-2022 nicht annähernd das Ziel des Pariser Abkommens bis 2045 einer Treibhausgasneutralität zu erreichen ist. Hier benötigt Hattingen mehr Unterstützung als bisher, um die Klimaschutzmaßnahmen schneller umsetzen zu können. Was jetzt passieren muss: Grüne Lösungen für eine sichere und saubere Energiezukunft Wir brauchen jetzt eine klare Neuausrichtung hin zu 100 % erneuerbaren Energien – kein Rückfall und wildes zurückrudern in alte Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen. Bündnis 90/Die Grünen fordern: Schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien durch vereinfachte Verfahren und verbindliche Ziele Schnellerer Ausbau der Netze und Speicherkapazitäten, um erhöhte Erzeugung aufnehmen zu können. Abbau fossiler Subventionen und stattdessen Investitionen in klimafreundliche Technologien Stärkung von Bürgerenergieprojekten, damit Kommunen und Menschen direkt profitieren Sozialer Ausgleich, um hohe Energiekosten abzufedern Während andere Länder wie Dänemark oder Portugal bereits heute einen Großteil ihres Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen, hinkt Deutschland hinterher. Das muss sich ändern – und zwar jetzt. Die Energiewende ist keine technische Frage, sondern eine politische Entscheidung. Werdet aktiv: Schreibt Euren Bundestagsabgeordneten, unterstützt lokale Energieprojekte (https://behattingen.de/) oder engagiert euch in der Lokalpolitik. Unterstützt den parteiübergreifenden Wirtschaftsappell https://actionnetwork.org/forms/wirtschaftsappell Gemeinsam können wir eine Energiepolitik durchsetzen, die Klima, Versorgungssicherheit und soziale Gerechtigkeit verbindet. Die Zukunft ist erneuerbar – packen wir es an.